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Sichtprüfung aller Regalkomponenten
Der Prüfer geht jedes Regalfeld einzeln durch und kontrolliert alle tragenden und sichernden Teile: Verformungen und Risse an Stützen und Traversen, fehlende Sicherungsstifte, lose Verankerung im Boden.
Ein Stapler touchiert eine Regalstütze. Die Delle sieht harmlos aus, der Betrieb läuft weiter, und niemand denkt mehr daran. Wochen später kippt das Regal. 2.000 Tonnen Ware begraben fünf Menschen, zwei von ihnen sterben. Das ist in einem Papierhandelslager bei Halle passiert.
90 Prozent aller Regalschäden in Lagern entstehen durch Stapler. Und in den meisten Fällen sieht der Schaden zunächst genauso harmlos aus wie diese Delle in Halle.
Die Regalprüfung ist keine optionale Wartung, die Sie irgendwann erledigen können. Jedes gewerblich genutzte Lagerregal muss mindestens einmal im Jahr von einer befähigten Person geprüft werden – gesetzliche Pflicht nach §10 BetrSichV. Technische Grundlage: DIN EN 15635.
Lotung vermittelt Ihnen einen qualifizierten Prüfer in Ihrer Region. Termin-Bestätigung innerhalb von 2 Werktagen.
Wissen Sie, was die Berufsgenossenschaft als allererstes fragt, wenn jemand in Ihrem Lager verletzt wird? Nicht: Wie ist das passiert? Die erste Frage lautet: Gibt es ein gültiges Prüfprotokoll?
§10 der Betriebssicherheitsverordnung verpflichtet jeden Betreiber, Lagerregale regelmäßig durch eine befähigte Person prüfen zu lassen. Die Prüffrist liegt in der Regel bei 12 Monaten, kann aber kürzer sein, wenn Ihr Lager stark beansprucht wird. Nach einem erkennbaren Schaden – etwa einem Stapleraufprall – muss sofort geprüft werden, unabhängig vom Datum der letzten regulären Prüfung. Die DIN EN 15635 beschreibt, wie diese Prüfung abläuft und welche Schäden als rot, gelb oder grün eingestuft werden.
Im August 2025 starb ein 49-jähriger Facharbeiter in einem Baufachhandel bei Rostock, weil ein Regal während Reparaturarbeiten zusammenbrach und ihn unter einer Holzladung begrub. Ob ein aktuelles Prüfprotokoll vorlag, ist öffentlich nicht bekannt. Bekannt ist: Das ist genau der Punkt, den die BG im Schadensfall als Erstes prüft.
Wenn die Dokumentation fehlt und es zu einem Unfall kommt, haftet der Betreiber persönlich. Bußgelder bis zu 25.000 Euro sind möglich, bei beharrlichen Verstößen droht nach §26 ArbSchG Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr. Die BG kann zusätzlich Regressforderungen stellen.
Eine Regalprüfung kostet wenige Hundert Euro. Ein Unfall ohne Protokoll kostet ein Vielfaches davon.
Der Prüfer kommt in Ihr Lager und braucht drei Dinge: Zugang zu allen Regalen, eine Leiter und den letzten Prüfbericht, falls einer vorhanden ist.
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Sichtprüfung aller Regalkomponenten
Der Prüfer geht jedes Regalfeld einzeln durch und kontrolliert alle tragenden und sichernden Teile: Verformungen und Risse an Stützen und Traversen, fehlende Sicherungsstifte, lose Verankerung im Boden.
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Bewertung nach DIN EN 15635
Jeder Schaden wird einer von drei Stufen zugeordnet: Grün – kein Handlungsbedarf, Gelb – Schaden muss innerhalb einer bestimmten Frist behoben werden, Rot – sofortige Sperrung des Regalfeldes.
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Protokoll und Mängel-Ampel
Sie erhalten nach der Prüfung ein schriftliches Protokoll mit vollständiger Mängel-Ampel, archivierbar für die nächste BG-Prüfung. Bei roten Mängeln wird das betroffene Regalfeld sofort gesperrt und gekennzeichnet.
Die gesamte Prüfung dauert je nach Lagergröße zwischen zwei Stunden und einem ganzen Tag. Ihr Betrieb läuft währenddessen weiter.
Nicht jeder Schlosser oder Hausmeister darf eine Regalprüfung – oder Regalinspektion, wie sie manchmal auch genannt wird – durchführen. Das darf ausschließlich eine befähigte Person im Sinne der TRBS 1203. Befähigt heißt konkret:
Wer seit zehn Jahren keine Regalprüfung mehr durchgeführt hat, erfüllt diese Anforderung nicht, auch wenn die Ausbildung stimmt.
In der Praxis scheitert es bei vielen Betrieben genau daran. Gerade in ländlichen Regionen gibt es wenige qualifizierte Prüfer, die Suche dauert, Termine sind knapp, und die Preise sind oft völlig intransparent.
Lotung arbeitet ausschließlich mit Partnern zusammen, die ihre Qualifikation nach TRBS 1203 nachweisen können. Wenn ein Partner nicht innerhalb der vereinbarten Frist reagiert, übernimmt automatisch ein Backup-Partner.
Hier ist das Problem, wenn Sie selbst nach einem Regalprüfer suchen: Sie rufen an, bekommen keinen Rückruf. Sie schreiben eine E-Mail, die Antwort kommt nach vier Tagen. Der Termin klappt dann doch nicht, weil der Prüfer in der Woche ausgebucht ist. Inzwischen läuft Ihre Prüffrist weiter.
Den Festpreis für die Prüfung kennen Sie vor der Beauftragung. Anfahrtskosten werden separat und vorab vom Prüfer angegeben, keine Überraschungen auf der Rechnung.
Fällt ein Prüfer kurzfristig aus, übernimmt automatisch ein Backup-Partner, qualifiziert nach TRBS 1203. Ihr Termin bleibt bestehen.
Viele Betriebe haben neben der Regalprüfung noch die Elektroprüfung nach DGUV Vorschrift 3 auf der Liste. Lotung koordiniert beides über einen Ansprechpartner – ein Termin, ein Protokoll-Eingang.
Sie erhalten nach der Prüfung ein schriftliches Protokoll mit vollständiger Mängel-Ampel, archivierbar für die nächste BG-Prüfung.
Ihr Prüftermin wird innerhalb von 2 Werktagen nach Ihrer Anfrage bestätigt.
Eine Anfrage, kein Risiko. Wenn kein passender Prüfer verfügbar ist, sagen wir Ihnen das. Es entstehen keine Kosten und keine Verpflichtung.
Mindestens einmal im Jahr – das schreibt §10 der Betriebssicherheitsverordnung vor. Wenn Ihr Lager stark beansprucht wird, etwa weil täglich Stapler zwischen den Regalen fahren, kann die Frist auch kürzer ausfallen. Und wenn ein Regal sichtbar beschädigt wird, muss sofort geprüft werden, unabhängig davon, wann die letzte Prüfung war.
Das hängt von der Größe Ihres Lagers, dem Regaltyp und Ihrem Standort ab. Für ein kleines Lager mit bis zu 50 Regalfeldern liegen die Kosten in der Regel zwischen 300 und 600 Euro. Über Lotung erhalten Sie vor der Beauftragung einen Festpreis für die Prüfung. Eine ausführliche Aufschlüsselung finden Sie unter Regalprüfung Kosten.
Ein roter Mangel bedeutet: Das Regalfeld wird sofort gesperrt und darf nicht mehr beladen werden. Der Prüfer kennzeichnet die betroffene Stelle und dokumentiert, welche Teile repariert oder getauscht werden müssen. Erst nach der Instandsetzung und einer erneuten Freigabe durch eine befähigte Person darf das Regal wieder genutzt werden.
Der Betreiber haftet persönlich. Wenn es im Lager zu einem Unfall kommt, prüft die Berufsgenossenschaft als allererstes die Dokumentation. Liegt kein gültiges Prüfprotokoll vor, drohen Bußgelder bis zu 25.000 Euro. Bei beharrlichen Verstößen kann nach §26 ArbSchG Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr verhängt werden, dazu kommen mögliche Regressforderungen der BG bei grober Fahrlässigkeit.
Eine Checkliste hilft Ihnen sicherzustellen, dass der Prüfer vor Ort alles vorfindet, was er braucht – das spart Zeit und vermeidet unnötige Nachtermine. Die Checkliste mit den wichtigsten Punkten finden Sie unter Regalprüfung Checkliste.
Lotung ist deutschlandweit aufgestellt. Für die folgenden Regionen finden Sie eine eigene Seite mit lokalen Details zu Festpreis, Reaktionszeit und Prüfern vor Ort:
Ihre Region ist nicht dabei? Wir prüfen deutschlandweit – fragen Sie einfach unverbindlich an. Innerhalb von 2 Werktagen wissen Sie, ob ein Prüfer in Ihrer Nähe verfügbar ist.